Anleitung Video-BackupV2.x Anmerkung: Z. Zt. liegt die Anleitung des SUPERFORMANCE Video-Backup nur in Form dieses ASCII-Files vor. Die Gründe, die uns zu dieser Entscheidung bewegten sind: 1. SUPERFORMANCE Video-Backup unterliegt einer ständigen Weiterentwicklung. Es bedarf daher ohnehin einer Datei auf Diskette, um die Änderungen zum Handbuch zu dokumentieren. Wir hielten es daher für weniger verwirrend, wenn wir gleich ein einziges File mit einer, absolut korrekten, Beschreibung des Systems mitliefern. 2. Wir halten SUPERFORMANCE Video-Backup für ein System, welches sehr einfach, weil intuitiv, bedienbar ist. Es ist daher nach einer gewissen Einarbeitungszeit nicht mehr nötig, die Anleitung ständig vorliegen zu haben. Wir können daher einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten, in dem wir den Papierverbrauch reduzieren. Sollten Sie dennoch lieber eine gedruckte Anleitung vorziehen, so können Sie selbstverständlich dieses ASCII-File ausdrucken. Hierzu bieten viele Textverarbeitungen und Editoren die Möglichkeit. Der Befehl TYPE name TO PRT: ist sicher auch keine schlechte Alternative. Sollten Sie nicht im Besitz eines Druckers sein, so senden wir Ihnen gerne einen Ausdruck zu. Geehrter Kunde! Sie haben sich für das SUPERFORMANCE Video-Backup entschieden.Wir danken Ihnen für das in uns und unser Produkt gesetzte Vertrauen. Möglicherweise dachten Sie zunächst: "Das geht doch gar nicht; Das muß ein Witz sein". Zugegeben, es klingt schon etwas seltsam. Bei näherem Hinsehen jedoch werden die großen Vorteile dieser Datensicherungsmethode deutlich: Hohe Geschwindigkeit, preiswertes Speichermedium, kein "Diskettenjonglieren" und nicht zuletzt hohe Datensicherheit. Während die ersten drei genannten Vorteile sich aus der Sicherungsmethode ergeben, ist der letzte Punkt der Verdienst einer ausgeklügelten Software, welche die Unzulänglichkeiten des Mediums Videorekorder, wie z.B. Dropouts, also Löcher im Datenfluß, ausgleicht und fehlende oder zerstörte Daten wieder herstellt. Offensichtlich funktioniert die Sache so gut, daß mittlerweile auch unsere lieben Mitbewerber Nachbauten anbieten. Dennoch: Es handelt sich beim SUPERFORMANCE Video-Backup um ein System, bei dem sehr viele Einzelkomponenten zum Tragen kommen. Es kann daher immer einmal vorkommen, daß das System nicht auf Anhieb funktioniert. Gehen Sie in einem solchen Fall die Anleitung noch einmal Punkt für Punkt durch und vergleichen Sie sie mit den Gegebenheiten. Seien Sie auch ruhig etwas experimentierfreudig in Bezug auf die diversen Anwahlschalter Ihres Videorekorders. Manche Rekorder wollen z.B. auf SECAM gestellt werden, um einwandfrei mit dem Video-Backup zu funktionieren! Sollten Sie dennoch keine ordnungsgemäße Funktion erreichen, so wenden Sie sich bitte an Ihren SUPERFORMANCE Händler. Sollten Sie Verbesserungsvorschläge oder konstruktive Kritik haben, so haben wir hierfür immer ein offenes Ohr. Wir wünschen viel Spaß und ein erfolgreiches Arbeiten mit Ihrem SUPERFORMANCE Video-Backup, dem Original! Allgemeine Hinweise Das Superformance Video-Backup wurde von uns intensiv getestet und wird selbstverständlich von uns selbst verwendet. Aus dieser Praxis heraus ergeben sich folgende Tips: Benutzen Sie im Interesse Ihrer Daten ausschließlich Marken-Videokassetten mit der Bezeichnung HQ oder HG. Als schlecht geeignet haben sich sogenannte No-Name-Bänder erwiesen. Die Fehlerrate liegt bei diesen Kassetten zumeist deutlich höher als bei Markenbändern. Die SUPERFORMANCE Software ist zwar in der Lage eine hohe Anzahl von Fehlern wieder zu beheben, aber auch sie hat Ihre Grenzen, wenn fast ausschließlich zerstörte Daten zur Verfügung stehen. Ebenso sinkt die Fähigkeit zur Langzeitarchivierung mit der Bandqualität. Weiterhin empfehlen wir als maximale Spieldauer 195 Minuten. Größere Kassetten benutzen ein dünneres Band, wodurch Gefahren für die Daten entstehen können. Zur Sicherung sollten sie mindestens zwei Kassetten alternierend verwenden. Somit haben Sie auch dann noch die Möglichkeit einer Rücksicherung, wenn einmal eines der beiden Backups zerstört werden sollte. In einem solchen Fall ist eine alte Sicherung immer noch besser als gar keine! Handhabung, Lagerung, etc. der Sicherungskopien entspricht den bei Video-Kassetten üblichen Richtlinien. Bitte beachten Sie die, den Kassetten meist beiliegenden,Handhabungshinweise. Benutzen Sie nicht evtl. vorhandene Longplay-Optionen des Videorekorders. In diesem Fall kann nicht für einwandfreie Sicherungen garantiert werden. Gleiches gilt für Funktionen des Rekorders, die das Bildsignal verändern, wie z.B. Uhrzeiteinblendungen. Geräte, die das Timing des Amigas verändern, dürfen während des Betriebs des SUPERFORMANCE Video-Backups nicht eingesteckt sein. Zu diesen kritischen Geräten gehören z.B. Genlocks oder auch sogenannte Amiga-Bremsen. Manche Genlocks schalten sich bei fehlendem FBAS-Signal ab. Diese Geräte können in aller Regel eingesteckt bleiben. Besitzer von 68030-Prozessoren sollten Ihren Data-Cache während des Betriebs des Video-Backup ausschalten. Anderenfalls treten, abhängig von der Konfiguration, u.U. übermäßig viele Fehler auf. In seltenen Fällen muß SETCPU mit der Option NOFASTROM benutzt werden. In eigener Sache: Bitte senden Sie den beigefügten Registrierungsbeleg schnellstmöglich an uns zurück. Nur so sind wir in der Lage Sie in Zukunft an den Verbesserungen unseres Produkts teilhaben zu lassen. Sollten Sie wider Erwarten Probleme mit der Funktion des Gerätes haben, so setzen Sie sich bitte mit Ihrem SUPERFORMANCE-Händler bzw. mit uns direkt in Verbindung. In aller Regel sind es nur Kleinigkeiten, die der Funktion im Wege stehen. Wir helfen Ihnen gerne bei der Beseitigung der Probleme, denn schließlich liegt es in unser aller Interesse, wenn Sie, verehrter Kunde, zufrieden sind. Hardware-Installation Anmerkung: Sie finden alle angesprochenen Amiga-Verbindungen auf der Rückseite des Gerätes. An Hand der Beschriftungen am Gehäuse sind diese leicht zu identifizieren. Das SUPERFORMANCE Video-Backup wird komplett extern montiert; Sie müssen daher den Rechner nicht öffnen. Evtl. vorhandene Garantieansprüche bleiben also unberührt. Die Installation ist somit, wenn Sie sich an folgende kurze Anleitung halten, problemlos. 1. Vergewissern Sie sich, daß der Amiga ausgeschaltet ist. 2. Entfernen Sie ein evtl. vorhandenes Monitorkabel aus der Video-Buchse (23-poliger D-SUB). Gleiches gilt für einen evtl. eingesteckten TV-Modulator. Sollten Sie einen Monochrom-Monitor an der BAS-Buchse (Cinch) betreiben, so kann dessen Anschlußkabel gesteckt bleiben. Gleiches gilt für einen Monitor am FlickerFixer. 3. Entfernen Sie evtl. in den seriellen Port gesteckte Kabel oder Geräte, wie z.B. ein Modem. Wenn Sie diese(s) Gerät(e) ebenfalls häufig benutzen, so ist die Anschaffung oder der Selbstbau eines Umschalters empfehlenswert. Bitte achten Sie hierbei darauf, daß die Kabellänge so kurz wie möglich bleibt. Die Gesamtlänge sollte einen Meter nicht überschreiten. Sie können sich hier, wie generell bei auftretenden Problemen, an Ihren SUPERFORMANCE-Händler wenden. Die von uns benutzten Pins der seriellen Schnittstelle finden Sie im Anhang D. 4. Stecken Sie das SUPERFORMANCE Interface-Gehäuse in den Videoport. Dies ist nur in einer Ausrichtung möglich. Das Monitorkabel findet seinen Platz am anderen Ende des Kästchens. 5. Verbinden Sie nun das anhängende Kabel mit dem seriellen Port. Auch hier ergibt sich die Ausrichtung aus der Form des Steckers. ACHTUNG: Entfernen Sie nie Steckverbindungen, solange der Amiga eingeschaltet ist. Die Zerstörung des Rechner und/oder des Video-Backups kann die Folge sein! Gleiches gilt für das Aufstecken der Verbindungen. 6. Der Anschluß an den Videorekorder gestaltet sich normalerweise ebenso problemlos wie die Montage auf der Amigaseite. Wichtig ist, daß durch das Kabel mit dem roten Cinch-Stecker die Daten aus dem Amiga heraus transportiert werden. Dieses Kabel muß daher mit dem BAS-Eingang ("Kamera-Eingang") des Videorekorders verbunden werden. Das Kabel mit dem grünen Stecker wird für den umgekehrten Weg benutzt und gehört daher an den BAS-Ausgang. Sollte Ihr Videorekorder andere Anschlüsse als Cinch haben (SCART, BNC o. ä.), so können Sie das Kabel mit handelsüblichen Videoadaptern anpassen, sofern diese 75-ohmiges Koaxialkabel benutzen. Geeignete Anpassungen können Sie auch über unser Haus beziehen. Dies gilt ebenfalls für "exotische" Anschlüsse, die Spezialanfertigungen erfordern. Sollte die Standard-Kabellänge von drei Metern nicht ausreichen, so ist eine Verlängerung mittels 75-Ohm-Koaxialkabel nach unseren bisherigen Erfahrungen unkritisch. Abschließend sollten Sie sicherstellen, daß der richtige Ein-/Ausgang am Videorekorder selektiert ist. Oft befindet sich an diesem ein Schalter mit den Stellungen "Line/Tuner", "AV" oder ähnlichem. Bitte beachten Sie das Handbuch Ihres Video-Rekorders. Hiermit ist die Installation der SUPERFORMANCE Video-Backup Hardware abgeschlossen. Schalten Sie nun den Amiga ein. Sollte der Startvorgang nicht wie gewohnt verlaufen, so schalten Sie den Rechner wieder aus und gehen Sie die Installation noch einmal Punkt für Punkt durch. Software-Installation SUPERFORMANCE Software ist generell nicht kopiergeschützt. Sie können diese daher auf Ihrer Festplatte installieren. Wollen Sie dies nicht, so sollten Sie sich eine Arbeitskopie der Originaldiskette anfertigen. Das Kopieren von Disketten ist in Ihren Amiga-Handbüchern beschrieben. Anmerkung: Alle Rechte an der Hard- und Software liegen in Händen der SUPERFORMANCE Computer Engineering GmbH. Sie können und sollen sich Sicherheitskopien für Ihren eigenen Gebrauch machen. Eine Weitergabe an Dritte ist jedoch ausdrücklich untersagt. Es liegt auch in Ihrem Interesse, wenn unser Vertrauen nicht enttäuscht wird und wir auch in Zukunft unsere Produkte ohne Kopierschutz ausliefern können. Halten Sie sich daher bitte an diese einfachen Regeln. Wir behalten uns vor, gegen jede Mißachtung des Copyrights mit allen Rechtsmitteln vorzugehen. Booten Sie Ihren Amiga wie gewohnt. Legen Sie anschließend die SUPERFORMANCE Diskette in das Laufwerk DF0: und kopieren Sie die Programme "Video-Backup" + "VScan" in ein beliebiges Verzeichnis Ihrer Festplatte. Wichtiger Hinweis für Amigas mit 512 KB Chipmemory: Das SUPERFORMANCE Video-Backup ist konsequent auf hohe Geschwindigkeit und komfortable Bedienung ausgelegt. Ein hoher Speicherplatzbedarf ist unter diesen Maximen unvermeidbar. Wenn Ihr Amiga nur mit 512 KB Chip-Memory ausgestattet ist, so könnte, abhängig von weiteren,im Hintergrund laufenden Programmen, das Chip-Memory nicht ausreichen. Booten Sie in diesem Fall von der Kopie Ihrer SUPERFORMANCE-Diskette. Programm-Bedienung: Bitte überprüfen Sie die Signalwege zunächst mit dem Programm VScan. Beachten Sie hierzu die gesonderte Anleitung. Starten Sie bitte das Programm Video-Backup. Dies ist sowohl über die Workbench als auch von CLI/Shell aus möglich. Das SUPERFORMANCE Video-Backup V2.x empfängt Sie mit einem Window auf einem eigenen Screen, der Sie zur Eingabe verschiedener Parameter auffordert. Diese sind, von oben nach unten: 1. Referenz: Hier tragen Sie bitte den mit dem Programm "VScan" ermittelten Wert ein. Dieser wird zur exakten Anpassung an Ihre Computer-/Monitor-/Videorekorder-Konfiguration benötigt. 2. Der Datenpfad, d.h. beim Sichern: w o h e r kommen die Daten und beim Rücksichern: w o h i n sollen die Daten. Als Eingabe sind hier alle gültigen Pfade erlaubt, wie Sie dies auch von AmigaDOS her kennen. Bsp.: DF0: DH0: C: DH1:devs/keymaps ... 3. Der Korrekturfaktor. Er wird benötigt, um den Unterschied zwischen Schreib- und Lesegeschwindigkeit des Devices auszugleichen. Der Korrekturfaktor ergibt sich aus der Formel: (Lesegeschwindigkeit / Schreibgeschwindigkeit) * 15. Diesen Wert runden Sie auf die nächste ganze Zahl auf.Als Wertepaar nehmen Sie bitte das schlechteste Verhältnis von Lese- zu Schreibgeschwindigkeit. Sollten Sie die Werte für Ihr spezifisches Device nicht wissen, so ermitteln Sie diese mit dem beigefügten Programm "DiskSpeed". Eine Anleitung hierzu finden Sie ebefalls auf dieser Diskette. Berechnungsbeispiel.: Diskettenlaufwerk df0: Puffer 512 Byte: Lesen 11599 B/s, Schreiben 4964 B/s Puffer 4096 Byte: Lesen 12307 B/s, Schreiben 5090 B/s Puffer 8192 Byte: Lesen 12423 B/s, Schreiben 5090 B/s Puffer 32768 Byte: Lesen 12483 B/s, Schreiben 5110 B/s Das schlechteste Verhältnis haben wir also in diesem Fall bei einem Puffer von 32768 Bytes. Wir rechnen also: 12483 geteilt durch 5110 gleich 2.4429 . Dieses Ergebnis mal 15 ergibt 36.6435, aufgerundet 37. Diesen Wert benutzen Sie als Korrekturfaktor. ACHTUNG: Wenn Sie beabsichtigen, die Daten von einem schnellen Device zu sichern und auf ein langsames Device rückzusichern, so sind für Ihren Korrekturfaktor die Lesegeschwindigkeit des schnellen Devices und die Schreibgeschwindigkeit des langsamen Devices maßgebend. Suchen Sie sich auch hier wieder die Paarung heraus, die das schlechteste Verhältnis ergibt. Bsp.: Sie lesen die Daten von einer Festplatte, beste Lesegeschwindigkeit: 430000 B/s., und möchten auf eine Diskette rücksichern, schlechteste Schreibgeschwindigkeit: 4964 B/s. Dies ergibt einen Korrekturfaktor von (430000/4964) * 15 = 1213. Da bei einer solchen Konstellation die Sicherung jedoch sehr lange dauern würde, empfehlen wir, bei entsprechender Rechnerausstattung, die Rücksicherung zunächst nach RAM: oder RAD: durchzuführen. Der Faktor wäre in diesem Fall 9. 4. Den Name und Pfad des Headerfiles. Dieses File enthält später alle gesicherten Daten. Sie benötigen es daher zur Rücksicherung und sollten es an einem sicheren Ort, am besten auf einer speziell hierfür reservierten Diskette, zusammen mit der Sicherungskassette, aufbewahren. Wenn Sie eine Sicherung beabsichtigen, so sollten Sie hierfür einen neuen Namen benutzen, der sinnvollerweise das gemachte Backup beschreibt, z.B. "17.04.90_DH0". Wenn Sie eine Rücksicherung durchführen möchten, so geben Sie bitte den Namen und Pfad des temporären Files an, das zu dieser Sicherung gehört. Sollte dieses temporäre File einmal versehentlich gelöscht worden sein, so können Sie es auf folgende Art vom Band laden: Geben Sie bitte unter Datenpfad "RAM:" und bei Headerfile einen Namen, der noch nicht existiert. Betätigen Sie dann den Schalter "Kein Scan". Video-Backup wird Sie nun darauf hinweisen, daß dieses File noch nicht existiert und wird versuchen dieses zu restaurieren. Folgen Sie hierzu einfach den Anweisungen des Programmes. Evtl. kann es erforderlich sein, den Vorgang nach einigen Minuten mittels der linken Maustaste abzubrechen. 5. Gadgets Eichung und E.Sichern: Video-Backup führt vor jedem Verify bzw. Restore eine Eichung durch, die die Basis zur Interpretation der vom Band kommenden Daten bildet. Diese Werte sollten einmalig nach einem gelungenen Verify oder Restore mittels des Gadgets "E.Sichern" abgespeichert werden. Sie haben so die Sicherheit, auch dann an Ihre Daten zu kommen, wenn die Eichdaten auf dem Band z.B. durch den berühmten verschütteten Kaffee zerstört sind. In einem solchen Fall sollten Sie die automatische Eichung durch einmalige Betätigung des Gadgets "Eichung" ausschalten und somit die Vorgabeparameter benutzen. Diese werden beim Programmstart, sofern vorhanden automatisch eingelesen. Wenn das entsprechende File ("VideoCalib.Data") nicht gefunden wird, benutzt das Programm fest eingestellte Vorgabewerte. Diese wurden von uns in langen Testreihen ermittelt und stellen einen gesunden Mittelwert dar. Sie können dieses Eichdaten übrigens auch optisch erkennen, wenn Sie sich eine Sicherung auf einem Fernseher oder Monitor betrachten: Direkt zu Anfang einer Sicherung erinnern sie mit ihren schwarzen und weißen Streifen stark an einen Zebrastreifen. Damit sind alle Eingaben abgeschlossen und Sie haben abschließend die Wahl, ob Sie das Device scannen (die Verzeichnis-Struktur einlesen) lassen wollen oder nicht. Ihre Wahl hängt hierbei wieder davon ab, ob Sie ein Backup oder ein Verify/Restore beabsichtigen. Bei einem neuen temporären File ist es natürlich erforderlich, dieses zu füllen; Existiert das File allerdings schon, können Sie die Daten mittels "Nicht scannen" einfach übernehmen. Das Fenster schließt sich nun und Sie gelangen in den Selektierbildschirm des SUPERFORMANCE Video-Backups. Auf dem linken Bildschirmteil sehen Sie die Dateistruktur des von Ihnen bestimmten Datenpfades. Files sind in grauer Schrift auf schwarzem Grund dargestellt, Unterverzeichnisse in grauer Schrift auf weißem Grund. Zu Beginn sind alle Files und Unterverzeichnisse angewählt. Sie können Files durch einfaches Anklicken deselektieren. Nochmaliges Anklicken selektiert dieses File wieder u.s.w.. Durch Anklicken eines Unterverzeichnisses gelangen Sie in dieses und können somit die Files in diesem manipulieren. Sollten sich dort weitere Unterverzeichnisse befinden, so können Sie natürlich auch in diese Verzeichnisse wechseln. Dieser Vorgang läßt sich durch Anwahl des Parent-Schalters in der Mitte der rechten Bildschirmhälfte umkehren. Das Gadget rechts daneben mit der Bezeichnung "Root" bringt Sie wieder in das Ausgangsverzeichnis. Sollten sich in einem Verzeichnis mehr Einträge befinden als auf dem Bildschirm dargestellt werden können, so können Sie die Darstellung mittels der beiden Pfeiltasten oben und unten in der Mitte des Bildschirms verschieben. Der weiße Schieber zwischen den beiden Pfeilen dient dem gleichen Zweck. Seine Größe ist abhängig von dem Verhältnis der dargestellten Einträge zu den insgesamt vorhandenen, d.h. je mehr Einträge sich in dem jeweiligen Verzeichnis befinden, desto kleiner ist der Balken. Entspricht die Anzahl der dargestellten Einträge der Gesamtanzahl in diesem Verzeichnis oder ist sie größer, so füllt der Balken die gesamte Fläche zwischen den Pfeilen aus und ist unbeweglich. Anderenfalls können Sie den Schieber durch anklicken und halten der rechten Maustaste bewegen. Die dargestellten Files bewegen sich analog hierzu. Auf der rechten Bildschirmseite finden Sie verschiedene Anwahlschalter (Gadgets). Oben erkennen Sie einen Block von sechs Gadgets, von denen die linken drei für die Selektierung und die rechten drei für die Deselektierung einer bestimmten Menge von Files zuständig sind. Die Kriterien sind, von oben nach unten: Alle Files; Alle Files, die sich seit der letzten Sicherung geändert haben; Alle Files ab/bis zu einem bestimmten Datum. Diese Funktionen wirken auf alle Files ab der jeweils angewählten Verzeichnistiefe. Bsp.: Sie haben auf dem ersten Bildschirm das Device "SYS:" angewählt. In diesem befinden sich die Unterverzeichnisse "Devs", "S", "Libs", "C", etc. Sie möchten nur die Druckertreiber sichern und deselektieren zunächst einmal alles mit dem rechten, oberen Gadget auf der rechten Bildschirmseite. Sie klicken dann auf das Verzeichnis "Devs". Das Programm zeigt Ihnen nun dieses Verzeichnis an. In diesem befinden sich verschiedene Files und die Verzeichnisse "Keymaps" und "Printers". Sie wählen "Printers" an und bekommen nun dessen Inhalt angezeigt. Jetzt wählen Sie das linke obere Gadget an und selektieren damit alle Files in diesem Verzeichnis. Von dieser Modifikation sind ebenfalls eventuell vorhandene Unterverzeichnisse in diesem Verzeichnis betroffen, nicht aber übergeordnete Verzeichnisse (hier z.B. "Devs" als ganzes) und parallel liegende Verzeichnisse, wie in diesem Beispiel "Keymaps". Die beiden mittleren Gadgets "Parent" und "Root" befördern Sie in der Dateistruktur nach oben, d.h. in Richtung Hauptverzeichnis. "Parent" erledigt dieses stufenweise, während "Root" Sie direkt in das Hauptverzeichnis ("Root") bringt. Der Schalter Parent hat darüber hinaus eine zweite Funktion: Befinden Sie sich bereits im Hauptverzeichnis, so können Sie durch nochmaliges Betätigen dieses Gadgets in den ersten Bildschirm zurückkehren. Die unteren drei Anwahlschalter wählen die Datentransfermodi an. Backup startet den Sicherungsvorgang der angewählten Files von Ihrem Device auf das Video-Band. Die nun erscheinende Sicherheitsabfrage gibt Ihnen die Gelegenheit, noch einmal alle Punkte durchzugehen: 1. Ist alles richtig selektiert? 2. Sind alle Kabel eingesteckt? 3. Befindet sich eine beschreibbare Kassette im Gerät? 4. Ist der AV-Kanal angewählt? 5. Ist das angewählte Device bereit? Drücken Sie nun die Aufnahmetaste und warten Sie einige Sekunden bis das Band gleichmäßig läuft und alle evtl. auftretenden Schreibvorgänge des Video-Rekorders (z.B. für autmatisches Tracking) bereits geraume Zeit abgeschlossen sind. Hier sollten Sie lieber zu lange als zu kurz warten. Einige Videorekorder behaupten zwar, sie hätten den Schreibvorgang beendet, sind aber trotzdem noch in der Lage die Eichdaten des Video-Backups zu verändern bzw. zu zerstören. Anschließend bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage; Der Bildschirm wird einfarbig und der Backup-Vorgang beginnt. Nach dessen Beendigung erschient ein Informationsfenster, über dessen Inhalt Sie Anhang A informiert. Das Gadget mit der Aufschrift Verify ermöglicht Ihnen eine Überprüfung der auf dem Band gespeicherten Daten mit denen auf Ihrem Device. Die Bedienung verläuft ähnlich wie bei der Sicherung: Sie spulen Ihr Band an den Beginn der Datensicherung zurück (Sie wissen ja: Der Zebrastreifen!) und drücken die Wiedergabetaste Ihres Rekorders. Nachdem das Band ruhig läuft, aber noch bevor die Daten beginnen, bejahen Sie die Sicherheitsabfrage des Programmes, woraufhin der Bildschirm wieder einfarbig wird. Nach ein paar Sekunden beginnt die Power-LED Ihres Amigas zu flackern. Dies zeigt an, daß die Eichdaten eingelesen werden. Die einkommenden Daten werden anschließend durch periodische Helligkeitsänderungen der LED angezeigt. Das Restore-Gadget dient zur Rücksicherung der Daten vom Band auf das von Ihnen angebene Device. Der Vorgang entspricht exakt dem bei einem Verify, mit der Ausnahme natürlich, daß jetzt schreibend anstatt lesend auf das Device zugegriffen wird. Auch die Power-LED verhält sich hier wie bei einem Verify. Sie können das Programm durch Betätigen des Close-Gadgets in der linken oberen Ecke verlassen. Video-Backup versucht nun die Voreinstellungen (Referenz, Datenpfad, Korrektur, Headerfile) in das File "S:VB-Prefs" zu sichern. Diese Werte werden beim Programmstart automatisch eingelesen. Anhang A. Das Informationsfenster: Folgende Informationen werden ausgegeben: 1. Korrigierte Fehler : Die Gesamtzahl der vom Band kommenden Fehler die durch das Programm korrigiert werden konnten. Je niedriger dieser Wert ist, desto höher ist die Qualität der Sicherung. Dieser Faktor wird maßgeblich durch die Qualität des Bandes bestimmt. 2. Max. korrigiert/Block: Die höchste Anzahl von Fehlern, die innerhalb eines Blocks korrigiert wurde. Je näher diese Zahl an dem Ergebnis aus der Gesamtzahl der korr. Fehler geteilt durch die Anzahl der bearbeiteten Frames liegt, umso gleichmäßiger ist das Band. Bei einer Anzahl von insgesamt 200 Fehlern und 100 bearbeiteten Frames sollte dieser Wert also idealerweise bei zwei liegen. 3. Unkorrigierte Fehler : Hier muß eine Null stehen, ansonsten ist das Backup ungültig und muß wiederholt werden. Abhängig von der Eichung muß evtl. nur das Verify wiederholt werden. 4. Bearbeitete Frames : Ein statistischer Wert, den Sie u.U. für die Berechnung der Bandqualität benötigen. Ein Frame stellt jeweils eine Hülle dar, die mit Daten gefüllt und anschließend auf das Band übertragen wird. 5. Anzahl Files : Anzahl der bearbeiteten Files. 6. Anzahl Verzeichnisse : Anzahl der bearbeiteten Verzeichnisse. 7. Anzahl Byte : Anzahl der bearbeiteten Byte. Stellt die Datenmenge dar. Sollten Sie diese Zahl unhandlich finden, so können Sie sie durch 1024 teilen, um die Angabe in KByte zu erhalten. Eine weitere Division durch 1024 ergibt den Wert in MByte. 8. Anzahl Fehler : Hiermit sind nicht die Fehler gemeint, die vom Band kommen, sondern solche die anderweitig während des Datentransfers auftraten. Sofern Sie nicht vom Programm gesondert auf einen Fehler hingewiesen werden, ist diese Zahl für Sie nicht von Bedeutung. Siehe auch Punkt 9. 9. Letzter Fehler : Das Video-Backup-Programm bricht bei schwerwiegenden Fehlern den Backup/Restore/ Verify-Vorgang ab. Der hier verschlüsselt ausgegebene Fehler stellt die Ursache dieses Abbruchs dar (s.u.). Eine 0 bedeutet, daß alles ordnungsgemäß verlaufen ist. Schwerwiegende Fehler werden zuvor auch im Klartext ausgegeben. Die Fehlercodes bedeuten im einzelnen: -1 allgemeiner Fehler. -2 unbekannter Fehler. -3 Frame verloren; Hier hilft u.U. den Verify/Restore-Vorgang erneut zu starten. Ansonsten ist ein neues Backup, mit einem größeren Korrekturfaktor, nötig. -4 Backupkennung defekt. -5 Benutzer hat unterbrochen. -6 Eichungsfehler Zeit; Bitte noch einmal versuchen oder ggf. die automatische Eichung ausschalten. -7 Eichungsfehler Phase; siehe Fehler -6 -8 Fehler beim Schreibvorgang auf das Device. Hier sollten Sie überprüfen, ob das entsprechende Device beschreibbar und formatiert ist. -9 Fehler beim Lesen eines Files. -10 Fehler in einem Frame; siehe Fehler -3. -11 Überlauffehler; siehe Fehler -3 -12 Kein Signal, interner Fehler bei der Taskhandhabung. Abhilfe schafft zumeist ein Reset. Positive Zahlenwerte zwischen 100 und 999 sind durchgereichte DOS-Fehler. Bitte ermitteln Sie deren Bedeutung mittels der Amiga-Handbücher oder benutzen Sie den CLI-/Shell-Befehl "Fault". B. Geeignete Videokassetten Sogenannte HG- bzw. HQ-Bänder, z.B. Fuji HQ, mit einer maximalen Länge von 195 Minuten. Allgemein sollten keine No-Name-Kassetten verwendet werden. Ebenso ist von alten, verbrauchten Bändern abzuraten. C. Bisher getestete Videorekorder Akai VS66EOG, VS77EOG, VS116EO, VS301, VS425EV, VS516HiFi, VS767EOG Allstar VCR8000VPS Bauer VRP30 Blaupunkt RTV-200, RTV-202, RTX-250, RTV-301, RTV-312, RTV-316, RTV-324, RTV-414, RTV-530, RTV-620, RTV-740, RTV-750, RTV-800, RTV-810, RTV-900, RTV-920, CR-8000 Bondstec BT-50 Bosch VRP 30 Portable Condor VCR8120 Crown VR-S350 Digital-Plus 3759VPS Dual VR97, Stereo Elin Videoprofi 6148 ESC VCR8120 Fisher ST5, FVH-D40HV, FVH-D55HV, FVH-D270KV, FVH-P720RK, STS HQ Funai VCR6800, VCR7002, VCR8000 Goldhand VR150 Graetz Telerekorder 4905, Telerekorder 4943, Telerekorder 4985 Grundig VS267RC, 310VPS, 320VPS, VS380, VS400, VS410VPS, VS450VPS, VS530, VS540HiFi, VS550VPS, VS630, VS680, Video 2000, City-Line Madrid, Monolit Hitachi Portable VT-6500 E (in Schalterstellung Color2 - SECAM !) VT8E, HD430, VT575E, VT585E, VT588E, M645E, VT-8000, U-Matic ITT 3918, 3938, Nokia 3720 VPS, Nokia 3759 JVC HR-D300EG, HR-D400EG, HR-D530EG, HR-D540E, HR-D566E, HR-D700EG, HR-D725EG, HR-D750EG, HR-D755EG, HR-D830EG, HR-S5000EG Metz 9683 Mitsubishi HS-E10, HS-E11, HS-E31, HS-E41, HS-M55, HS-319, HS-412, HS-421, HS-700E National NV100 NEC DX1000G, DX2000G, DX3000G Nordmende V100, V101 Okano VR8000VPT Orion VH-897RC, VH-940RC, VH-943RC, VH-1030RC, VH-1050RC, VH-1070RC, VH-1440MRC, VH-1800RC, VH-2150RC, VH-2308HS, VR2956, CM-VC-3008, VH4015RC Panasonic NV-FS1, NV-G10, NV-L20HQ, NV-G21, NV-G25, NV-L25HQ, NV-L28HQ, NV-J35HQ, NV-F65, NV-70, NV-F70, NV-H70, NV-H75EG, NV-D80, NV-100, NV-FS100, NV-180, NV-230, NV-333, NV-612, NV-640HQ, NV-730HQ, NV-830, NV-870, NV-7000, VT-9300, Camcorder MZ Philips NV60, VR6285, VR6290, VR6468, VR6585, VR6860, VR6870, VR6975 Saba VR6009, VR6010, VR6018 HiFi, VR6028 Stereo, S-VHS 6480, 6720 Ultravideo 6A10 Samsung SX7301 Sanyo VHR-D500G Schneider SVC245RC, SVG565RC, SVC4530 SEC VCR8000 SEG VCR4530 Sharp VC-A10, VC-A100, VC-488, VC-H852, VC-8300, VC-S1000 Siemens FM561, FM574, FM578, FM602, FM603, Sony EV-C3E, GV8E, SL-C7E (Beta), SL-C24PS (Beta), SLF100, HG-180, SLV353VP, SLV402, SLV474VP, SLV615, SLV656VP, EVS-700ES, SLV757VP, SLV802, EV-S850PS Telefunken A913, A930P, A940, A950, A980, VRV650 Tensai TVR-270, VR-2300 Toshiba V-202, V-207G Universum VR707, VR2186, VR2187, VR2301, VR2372, VR2979, VR43761, VS200RC Yoko VCR HQ-1 D. Benutzte Pins der seriellen Schnittstelle 2 (TXD) 3 (RXD) 5 (CTS) 7 (GND) Diese Belegung ist bei allen Amigas gleich. E. Wichtige Pins der SCART-Verbindung 17 Masse FBAS-Signal 19 FBAS-Signal Ausgang 20 FBAS-Signal Eingang Zur Herstellung eines Adapters Cinch-SCART benötigen Sie: 1 Cinch Buchse rot 1 Cinch Buchse grün 1 SCART Stecker 2 Stücke Koaxialkabel ca. 25 cm Verbinden Sie den Signalpin der roten Buchse mit Pin 20 des SCART-Steckers, den Signalpin der grünen Buchse mit Pin 19 des SCART-Steckers und die beiden Massepins der Cinch-Buchsen mit Pin 17 des SCART Steckers. Benutzen Sie für die Signal führenden Verbindungen (19, 20) den inneren Dorn des Koaxialkabels. Anschließend stecken Sie die farbidentischen Cinch Stecker und Buchsen zusammen. Fertig! Sie können diesen und andere Adapter auch über unser Haus beziehen. Wir übernehmen keinerlei Haftung für Schäden, die während oder durch die Benutzung unserer Hard- und/oder Software entstehen. Wir behalten uns Fehler und Irrtum, sowie technische Änderungen vor. Copyright (C) für Hard- und Software, sowie Handbuch liegt für alle Versionen uneingeschränkt bei SUPERFORMANCE Computer Engineering GmbH Rathausstraße 2 D-6551 Fürfeld Tel.06709/778